Erinnerung an die toten Kinder der Zwangsarbeiterinnen in Hannover

Gegen 16 Uhr findet eineGedenk-Aktion für die toten Kinder auf dem Gräberfeld statt, an dersich die BesucherInnen beteiligen und damit ihre Anteilnahme ausdrückenkönnen. Um 16.30 Uhr ist eine ökumenische Andacht vorgesehen undgegen 17 Uhr wird das geplante Denkmal für die Kinder (Entwurf undModell) vorgestellt, das in Zusammenarbeit mit SchülerInnen derDietrich-Bonhoeffer-Schule bis 2010 unter Leitung einesSteinmetzbetriebes hergestellt werden soll. Im Anschluss an dieGedenkveranstaltung ist das Friedhofsmuseum in der Seelhorster Kapellegeöffnet.

Der Eintritt ist frei.

Das Schicksal der Kinder hannoverscherZwangsarbeiterInnen im Zweiten Weltkrieg: Eduard, Kind einer polnischenZwangsarbeiterin, wurde am 22. Juli 1943 im Ausländerwöchnerinnenheim"Schulenburger Mühle" in Godshorn geboren und starb am 26.August 1943.Am 2. September 1943 wurde Eduard als erstes Kind aus demWöchnerinnenheim auf dem Stadtfriedhof Seelhorst beigesetzt. Ihmfolgten weitere 278 Säuglinge und Kleinkinder. Die Kinder verstarbenaufgrund mangelnder Fürsorge – als "unwertes Leben" hatten sie ohneihre Mütter, die nach der Entbindung gleich wieder ihre Zwangsarbeitaufnehmen mussten, kaum Überlebenschancen in der Obhut deutscherBefehlshaberInnen. Bereits seit 2006 finden jährlich Veranstaltungenauf dem Stadtfriedhof Seelhorst zum Gedenken an das Schicksal derverstorbenen Babys (und damit auch ihrer Mütter) statt.

www.hannover.de

PM: Landeshauptstadt Hannover


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