Ihmezentrum: Vorläufige Verwaltung angeordnet.

B e s c h l u s s

In dem Insolvenzantragsverfahren überdas Vermögen der IZH Verwaltungs GmbH & Co. KGGrundstücksgesellschaft Ihme Arkaden, phG CEREP Linde Bear GmbH,Mainzer Landstrasse 46, 60325 Frankfurt am Main (AG Frankfurt am Main,HRA 43608),vertreten durch: Robert Hodges, (Geschäftsführer), OlivierPetreschi, (Geschäftsführer), – Antragstellerin – wird gemäß §§ 21, 22Insolvenzordnung (InsO) zur Sicherung der Masse und zum Schutz derGläubiger gegen die Antragstellerin am 09.03.2009 um 11:57 Uhrangeordnet:

1. Gemäß § 21 Abs. 2 Ziff. 1 InsO wird die vorläufige Verwaltung des Vermögens derAntragstellerin angeordnet.

2. Zur vorläufigen Insolvenzverwalterin wird bestellt:Rechtsanwältin Claudia Jansen, Bettinastrasse 35-37, D 60325 Frankfurt/Main,Tel.: 069/7561466-0, Fax: 069/7561466-160, E-Mail: cjansen@drpannen.de

3. Gemäß § 21 Abs. 2 Ziff. 2 InsO wird angeordnet, dassVerfügungen der Antragstellerin nur mit Zustimmung der vorläufigenInsolvenzverwalterin wirksam sind.

4. Maßnahmen der Zwangsvollstreckung werden gem. § 21 Abs. 2 Nr. 3 lnsOuntersagt, bereits eingeleitete Maßnahmen werden einstweilen eingestellt – soweitnicht unbewegliche Gegenstände betroffen sind.

5. Den Schuldnern der Antragstellerin (Drittschuldner) wirdverboten, an die Antragstellerin zu zahlen. Die vorläufigeInsolvenzverwalterin wird ermächtigt, Bankguthaben und sonstigeForderungen der Antragstellerin einzuziehen sowie eingehende Gelderentgegen zu nehmen. Aufrechnungen und Verrechnungen mit Geldeingängen,die nach dem heutigen Tag auf den Geschäftskonten der Antragstellerineingehen sind nicht mehr möglich. Die Drittschuldner werdenaufgefordert nur noch unter Beachtung der Anordnungen zu leisten (§ 23Abs. 1 Satz 3 InsO).

6. Die vorläufige Insolvenzverwalterin soll gemäß § 22 Abs. 2 InsO

a) das Vermögen der Antragstellerin sichern und erhalten;

b) ein Unternehmen, das die Antragstellerin betreibt, bis zurEntscheidung über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens mit derAntragstellerin fortführen, soweit nicht das Insolvenzgericht einerStillegung zustimmt, um eine erhebliche Verminderung des Vermögens zuvermeiden; Die Verfügungsbefugnis über bestehende Arbeitsverhältnisseobliegt weiterhin der Antragstellerin; die Begründung, Änderung undBeendigung bestehender Arbeitsverhältnisse bedürfen der Zustimmung dervorläufigen Insolvenzverwalterin.

c) prüfen, ob das Vermögen der Antragstellerin die Kosten des Verfahrens decken wird.

7. Die vorläufige Insolvenzverwalterin ist berechtigt, dieGeschäfts – und Wohnräume der Antragstellerin zu betreten; dieAntragstellerin hat der vorläufigen Insolvenzverwalterin Einsicht inihre Bücher und Geschäftspapiere zu gestatten.

8. Die vorläufige Insolvenzverwalterin wird zusätzlichbeauftragt, als Sachverständige zu prüfen, ob ein Eröffnungsgrundvorliegt, ob die freie Vermögensmasse zur Eröffnung desInsolvenzverfahrens ausreicht und welche Aussichten für eineFortführung des Unternehmens der Antragstellerin bestehen (§ 22 Abs. 1Ziffer 3.2. HS InsO).

9. Der Antragstellerin wird gemäß §§ 20, 97 InsO aufgegeben, sich unverzüglich mitder vorläufigen Insolvenzverwalterin in Verbindung zu setzen und ihr

a) ein vollständiges Vermögensverzeichnis nach Aktiva und Passiva geordnet,unter Angabe der jeweiligen Zeitwerte und Fremdrechte (Eigentumsvorbehalte,Sicherungsübereignungen und Pfandrechte),

b) je ein Verzeichnis ihrer Gläubiger und Schuldner mitvollständigen Anschriften (keine Abkürzungen) unter Angabe derbestehenden Verbindlichkeiten bzw. Forderungen sowie des Grundes (z.B.Kaufvertrag, Darlehen usw.), vorzulegen. Die Antragstellerin wirddarauf aufmerksam gemacht, dass sie die Richtigkeit dieser Angaben anEides statt zu versichern hat, wenn das Insolvenzgericht dieses zurHerbeiführung wahrheitsgemäßer Angaben für erforderlich hält, § 98 Abs.1 InsO. Auf die Strafbarkeit einer falschen eidesstattlichenVersicherung wird hingewiesen, § 156 Strafgesetzbuch. Die Anordnung dervorläufigen Verwaltung erfolgt von Amts wegen.Die Anordnung warnotwendig, um bis zur Entscheidung über den Antrag eine für dieGläubiger nachteilige Veränderung in der Vermögenslage derAntragstellerin zu verhindern oder nachteilige Handlungen aufzuklären.

10. Die vorläufige Insolvenzverwalterin wird mit der Durchführung der Zustellungbeauftragt, §§ 21 II Ziff. 1, 8 III InsO.(…)Richterin am Amtsgericht


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