DIE LINKE im Rat weiter gegen Ausbau des Stichkanals Linden

Schon jetzt ist der Stichkanal nur zu 20 Prozent ausgelastet, und inden vergangenen Jahren hat es keinen nennenswerten Transportzuwachsgegeben. Von den rund 80 Betrieben rund um den Lindener Hafen nutzennur fünf Betriebe den Wasserweg. Und mit einer Kosten-Nutzen-Effizienzvon nur 1,1 liegt das Projekt abgeschlagen am Ende allerWasserstraßenprojekte des Bundes. Der Schifffahrtsexperte des BUND,Tilmann Heuser, verweist darauf, dass sich der Ausbau des Kanals erstnach 70 Jahren rechnet, selbst wenn die üblichen Preissteigerungennicht mit einbezogen werden.

„Wir halten das Projekt auchökologisch nicht für sinnvoll“, ergänzt Oliver Förste. „Entlang desKanals müssten viele Bäume gefällt werden, und die jahrelange riesigeBaustelle hätte durch Lärm und Staubentwicklung negative Auswirkungenauf Umwelt und Naherholung sowie natürlich auch den Verkehr.“ Durch dienotwendige Erhöhung der Bahntrassen würde die Lärmbelastung in denwestlichen Stadtteilen weiter steigen, eventuell kämen zusätzlicheLKW-Transporte hinzu. Als Alternative zum Ausbau des Stichkanalsschlägt DIE LINKE den Ausbau des Nordhafens oder des Misburger Hafensvor.

In diesem Zusammenhang kritisiert DIE LINKE im Rat auch denAusschluss der Bürger-Initiative sowie der Vertreter anderer Parteienvon der heutigen Pressekonferenz Hans Mönninghoffs. „So etwas habe ichin meiner 15-jährigen Tätigkeit als Journalist noch nicht erlebt. Damitoffenbart der Dezernent ein seltsames Demokratieverständnis. MeineFraktion wird das politisch thematisieren“, betont Oliver Förste.


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