Blindengeld soll um durchschnittlich 540 Euro im Jahr steigen

Das monatliche Blindengeld sei eine wichtige zusätzlicheUnterstützung, um den Alltag besser gestalten zu können. Insgesamtstehen mit den seit Januar 2007 geltenden Neuregelungen für blindeMenschen jährlich rund 30 Millionen Euro im Landeshaushalt bereit,erläuterte Ross-Luttmann. "Damals haben wir gemeinsam mit dem Blinden-und Sehbehindertenverband Niedersachsen e.V. vereinbart, genau zubeobachten, wie die Haushaltsansätze ausgeschöpft werden. Wir haltenWort und können jetzt das Blindengeld erhöhen", sagte Ross-Luttmann.

Dieaktuell mit dem Blinden- und Sehbehindertenverband abgestimmte Lösungsieht unter anderem folgende Eckwerte vor: Für blinde Menschen bis zum25. Lebensjahr wird das Blindengeld von monatlich 300 Euro um 20 Euroauf 320 Euro angehoben. Nach Vollendung des 25. Lebensjahres soll derBetrag um monatlich 45 Euro auf 265 Euro angehoben werden.

FürBlinde, die gleichzeitig Leistungen einer Pflegekasse bei häuslicherPflege erhalten oder in stationären Einrichtungen betreut werden,erhöht sich die Geldleistung ebenfalls deutlich.

"Darüber hinauswollen wir sicherstellen, dass die bis zum Jahr 2012 vorgesehenenErhöhungen beim Pflegegeld sich nicht negativ auf die Höhe desBlindengeldes auswirken ", sagte Ross-Luttmann. Das Land will durcheinen Umstieg von prozentualen Anrechnungsbeträgen auf Festbeträgeerreichen, dass eine Erhöhung des Pflegegeldes nicht zu Einbußen beimBlindengeld führt.

Immer mehr blinde Menschen profitieren nachAngaben der Sozialministerin auch von dem Landesblindenfonds, der miteiner Million Euro jährlich ausgestattet ist. Antragsteller erhaltenschnell und unbürokratisch weitere Unterstützung in besonderenLebenssituationen. Dies ist beispielsweise der Fall bei: gerade erstErblindeten, bei der Betreuung von Kindern unter 16 Jahren, beiSelbsthilfemaßnahmen zur Rehabilitation wie Mobilitätstraining,blindenspezifische PC-Schulungen oder zum Erlernen der Brailleschriftsowie bei Personen, die zusätzlich gehörlos sind. Der Fonds hat sichbewährt und wird fortgeführt.

Downloads zu dem Thema: http://www.ms.niedersachsen.de/servlets/download?C=53181496&L=20

PM: Nds. Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit


Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.