Erhalt der Stadtbibliothek Limmerstraße: Offener Brief an Wolfgang Jüttner

Schier entsetzt war ich jedoch, als ich jetzt in ihrer Anfrage lesenkonnte: „Dabei wurde er (Herr Wulff; H.F.) von einem aktivenDKP-Funktionär aufgefordert, sich mit seiner Unterschrift für denErhalt einer Bibliothek in Hannover – Linden einzusetzen.“

Seit einigen Monaten trete ich gemeinsam mit zahlreichen Menschenunterschiedlicher politischer, weltanschaulicher und religiöserAuffassung und verschiedener Herkunft für die m.E. unverzichtbareEinrichtung in der Limmerstraße ein. Dabei sind wir parteipolitischungebunden und neutral. Parteilose wie auch Mitglieder verschiedenerParteien (SPD, Die Linke, DKP u.a.) arbeiten gleichberechtigt undsolidarisch zusammen.
Die Tatsache jedoch, dass ich als engagierter Bürger, der keiner Parteiangehört und langjähriger Wähler der SPD war, postwendend von Ihnen als„aktiver DKP-Funktionär“ bezeichnet wurde, verschlug mir tatsächlichdie Sprache.

Zu unzutreffenden und falschen Behauptungen fallen mir vieleunschöne Worte ein, die ich nicht aufzählen möchte. Üble Nachrede wärenoch eine der harmloseren Formulierungen.
Ich frage mich abertatsächlich: Wie seriös ist Politik, die so etwas formuliert undverbreitet? Ist das nicht ein fataler Politikstil, von dem man sichschnellstens verabschieden sollte? Ist in der Auseinandersetzung mitengagierten Bürgerinnen und Bürgern eigentlich alles erlaubt? Wirddurch ein derartiges Vorgehen neben der persönlichen Herabwürdigungnicht auch die Diskreditierung einer Bürgerbewegung und tausenderUnterzeichner/innen betrieben?

Dass Sie gegenwärtig mit der Bildungskampagne „EintrittskarteZukunft“ an die Öffentlichkeit treten, ist sicherlich zu begrüßen.Gerade bessere Bildung liegt unserer Bürgerinitiative sehr am Herzen:Die Stadtteile Linden-Nord, Limmer und Ahlem dürfen nicht von derBibliotheksnutzung abgehängt werden. Auch für Kinder, Senioren,Mobilitätseingeschränkte und arme Menschen muss die Bibliothekerreichbar sein. Dutzende, möglicherweise hunderte Mitglieder geradeauch der SPD haben deshalb unsere Listen unterzeichnet.

Mir ist bekannt, dass Sie sich in früheren Jahren sehr für denErhalt der Bücherei in Mittelfeld eingesetzt haben. Während zur Zeittausende von Bürger/innen in Ihrem Wahlkreis ein eindeutiges Votum fürdie Bücherei Limmerstraße abgeben, verwundert es sehr, warumausgerechnet der Direktkandidat (noch) nicht dabei ist.

Beiliegend möchte ich daher auch Ihnen unsere Unterschriftenlistemit der Bitte um Unterzeichnung zur Verfügung stellen. Nebensächlichist dabei, ob Sie die Liste als Bürger, als Bildungspolitiker oderFraktionsvorsitzender unterzeichnen. Jede Unterschrift zählt!

Mit freundlichen Grüßen
Harald Fitschen

Bürgerinitiative gegen die Schließung der Limmerstraße
c/o Harald Fitschen
Goethestraße 40
30169 Hannover
Tel.: 0511/1318 449


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