Offener Brief der Bürgerinitiative gegen die Schließung der Stadtbibliothek Limmerstraße

 Seit einigen Monaten trete ich gemeinsam mit zahlreichen Menschenunterschiedlicher politischer, weltanschaulicher und religiöserAuffassung und verschiedener Herkunft für die m.E. unverzichtbareEinrichtung in der Limmerstraße ein. Dabei sind wir parteipolitischungebunden und neutral. Parteilose wie auch Mitglieder verschiedenerParteien (SPD, Die Linke, DKP u.a.) arbeiten gleichberechtigt undsolidarisch zusammen.

Die Tatsache jedoch, dass ich als engagierter Bürger, der keiner Parteiangehört und langjähriger Wähler der SPD war, postwendend von Ihnen als„aktiver DKP-Funktionär“ bezeichnet wurde, verschlug mir tatsächlichdie Sprache.

Zu unzutreffenden und falschen Behauptungen fallen mir viele unschöneWorte ein, die ich nicht aufzählen möchte. Üble Nachrede wäre noch eineder harmloseren Formulierungen.

Ich frage mich aber tatsächlich: Wie seriös ist Politik, die so etwasformuliert und verbreitet? Ist das nicht ein fataler Politikstil, vondem man sich schnellstens verabschieden sollte? Ist in derAuseinandersetzung mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern eigentlichalles erlaubt? Wird durch ein derartiges Vorgehen neben derpersönlichen Herabwürdigung nicht auch die Diskreditierung einerBürgerbewegung und tausender Unterzeichner/innen betrieben?Dass Sie gegenwärtig mit der Bildungskampagne „Eintrittskarte Zukunft“an die Öffentlichkeit treten, ist sicherlich zu begrüßen. Geradebessere Bildung liegt unserer Bürgerinitiative sehr am Herzen: DieStadtteile Linden-Nord, Limmer und Ahlem dürfen nicht von derBibliotheksnutzung abgehängt werden. Auch für Kinder, Senioren,Mobilitätseingeschränkte und arme Menschen muss die Bibliothekerreichbar sein. Dutzende, möglicherweise hunderte Mitglieder geradeauch der SPD haben deshalb unsere Listen unterzeichnet.

Mir ist bekannt, dass Sie sich in früheren Jahren sehr für den Erhaltder Bücherei in Mittelfeld eingesetzt haben. Während zur Zeit tausendevon Bürger/innen in Ihrem Wahlkreis ein eindeutiges Votum für dieBücherei Limmerstraße abgeben, verwundert es sehr, warum ausgerechnetder Direktkandidat (noch) nicht dabei ist.

Beiliegend möchte ich daher auch Ihnen unsere Unterschriftenliste mitder Bitte um Unterzeichnung zur Verfügung stellen. Nebensächlich istdabei, ob Sie die Liste als Bürger, als Bildungspolitiker oderFraktionsvorsitzender unterzeichnen. Jede Unterschrift zählt!

Mit freundlichen Grüßen
Harald Fitschen


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