SCHUPPEN 68 Performance „Wurstbanane“

Zur Erinnerung: im Lorbeerkranz am Fackelträger befand sich während der Nazizeit ein Hakenkreuz.

Der SCHUPPEN 68 sieht sich in einer dadaistisch-surrealistischenVerbindungslinie mit den Genannten. In diesem Sinn ist auch diePerformance organisiert: „Ich ziehe mit Kreide eine Verbindungslinievom Kurt Schwitters Platz zum dort zu enthüllenden Marcel DuchampsDenkmal am Fackelträger“, erläutert Klaus-
Dieter Gleitze vom SCHUPPEN 68, „am Kurt Schwitters Platz und amFackelträger lege ich zur Erinnerung an die Beiden je eine Wurstbananenieder. Eine ähnliche „Wurstbanane“ findet sich nach neuerenForschungen sowohl bei Schwitters als auch Duchamps unter ihrenzahlreichen Entwürfen.“

Klaus-Dieter Gleitze rechnet damit, dass das Duchamps Denkmal zu Beginnnicht lange seinen Platz behaupten kann und weg geräumt wird. „Kunstsetzt auch Beharrlichkeit voraus, daher werden Denkmal undVerbindungslinie 68 Tage hintereinander wieder erneuert“, betontKlaus-Dieter Gleitze, „dieser
Prozess von Kunstproduktion wird sich auch auf die Aura desFackelträgers auswirken, ihm etwas von seiner anti-aufklärerischenSubstanz rauben und fröhlichen dadaistischen Geist einhauchen.“

Die Verbindungslinie wird entsprechend beschriftet. dazu gibt es wie bei jeder SCHUPPEN 68 Aktion

Freibier und Erbsensuppe. SCHUPPEN 68 dankt der Herrenhäuser Brauerei für Sponsoring.

Fazit von Klaus-Dieter Gleitze:“ Die beiden überzeugten Kosmopolitenund Europäer Duchamps und Schwitters würden sich. wenn sie diePerformance noch erlebten, vor Freude im Grab umdrehen, mit einem BeinHurra schreien und dem anderen Beifall klatschen.“


Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.