hisSTORYtheater: Als Buddha auf dem Reiskorn ausrutschte…

Datum: 20.09.2013 | Zeit: 20:00 Uhr | Ort: Kulturzentrum Faust

Als Buddha auf dem Reiskorn ausrutschte...
Als Buddha auf dem Reiskorn ausrutschte…
Eine performative Suche nach lebendigen Buddha-Figuren mit dem hisSTORYtheater

EINLASS / BEGINN: 19:30 Uhr / 20:00 Uhr
EINTRITT: AK: 8,- Euro / ermäßigt: 4,- Euro
ORT: Warenannahme

Eine Bühne, eine Leinwand, zwei Performer. Zwei Buddhas, die sich mit der unwiderruflichen Gegenwart konfrontieren lassen. Die Gegenwart ist das, was die Zuschauerinnen und Zuschauer aus ihr machen. Aber wie soll das funktionieren? In einer Live-Metamorphose erlebt das Publikum, wie zwei Bühnen-Buddhas entstehen und im Mikrokosmos des Theaters ihren Weg suchen…

Meditation hier, Yoga da, “Buddhismus for dummies” im Bücherregal. Die inflationäre Behandlung spiritueller Praktiken im heutigen Europa schreit förmlich danach, diesen Trend auch im Theater zu erforschen. Wir widmen uns einer Koryphäe des spirituellen Denkens: Demjenigen, der seinen ganzen Wohlstand aufgab, um nicht nur seinen eigenen Geist zu heilen, sondern auch die gesamte Menschheit vom Leid zu befreien. Dem, der als Prinz den Palast seines Vaters verließ, um sich von nun an von nur einem Reiskorn täglich zu ernähren und so seinen Frieden zu finden. Demjenigen, der es geschafft hat, solange still unter einem Baum zu sitzen, dass ihm alle Sorgen entschwanden.

“Als Buddha auf dem Reiskorn ausrutschte” ist eine performative Auseinandersetzung mit dieser Persönlichkeit: Siddhartha Gautama. Wie könnte er heute auftreten? Was hielte er von der massenmedialen Bilderflut, die uns das Leiden zu einer Alltagserscheinung werden lässt? Was wäre seine Sicht auf den Buddhismus? Mit einer Performerin und einem Performer hat das hisSTORYtheater szenische Porträts erarbeitet. Diese neu entstandenen “Buddhas” werden mit der konfliktreichen, aufdringlichen Gegenwart konfrontiert. In Erzählungen wird ein unfassbar herzliches Lächeln und gleichzeitig ungeheure Disziplin beschrieben. Kann man dieses Lächeln nachahmen, diese Disziplin heute noch verlangen? Erfüllen die Werte der Achtsamkeit, Gelassenheit und des Mitgefühls sowie die Praktiken der Meditation heute noch ihren Zweck? Hineingeworfen in einen Mikrokosmos aus Derivaten des 21. Jahrhunderts, dient die Aufführung dazu, einen Weg für den Buddha der Gegenwart zu bahnen. Die Zuschauerinnen und Zuschauer betreten einen vermeintlich “spirituellen Raum”, in dem sie sich entweder besonders wohl oder aber beengt fühlen. Sie werden selbst zum Teil der Ausstellung: entweder zum “Leidenden”, der auf sich blickt, oder kritischen Voyeur.

 
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Veranstaltungsort:
Kulturzentrum Faust
Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover

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