100 Jahre Apollokino: Hannover Historisch

2. GESICHT EINER STADT, Hannover um 1930 (1932)
Der Film zeigt aus der Sicht des Jahres 1931 (mit Hilfe vonTrickgrafiken) die Entstehung und das zeitgenössische Bild der StadtHannover unter vielfältigen Aspekten: Architektur und Städtebau,Verkehr, Industrie, Natur und Freizeit, Sport. Er stellt damit daswichtigste Film-Dokument des Vorkriegs-Hannovers (vor der Zerstörung)dar.
Seine ambitionierte, zuweilen an Walter Ruttmanns "Sinfonie derGroßstadt" erinnernde, mit Überblendungen und Mehrfachbelichtungenarbeitende Machart, die auf eine sehr positive zeitgenössische Resonanzstieß (der Film wurde auf Dampfern des Norddeutschen Lloyd und alsVorfilm in den Kinos gezeigt), gibt zugleich einen Einblick in denStand damaliger Filmtechnik und -sprache.
Der Film wurde 1981 von Horst Latzke bearbeitet und mit einem Kommentar versehen (Zwischentitel und gesprochener Text).

3. MOSAIK EINER STADT (1960)

Der Film versucht einen Gesamtüberblick über den Wiederaufbau inHannover, der auch die Schwierigkeiten und Diskussionen berücksichtigt,zu vermitteln.Zu Beginn wird ein Auszug aus einem Brief des Jahres 1945 über denBildern des zerstörten Hannover eingeblendet, der einen Eindruck vomSchrecken des Bombenkrieges vermittelt Diese filmische Diskussion wirddurch schnell wechselnde, antagonistische Positionen vermittelndeKameraeinstellungen auf Schmuckreliefs und Plastiken von Dämonen anhannoverschen Bauten (etwa am Alten Rathaus, vor allem das„Luderziehen“) filmisch wiedergegeben. Aber nachdem „sie sich zusammengefunden“ haben „angesichts ihrer toten Stadt mit den leeren Fenstern“,konnte ein Plan gemacht werden und das Werk beginnen. In der Folge sindin buntem, zuweilen heiter anmutendem Wechsel Bilder von Bauarbeiten,von Neubauten, Wiederaufgebautem und Ruinen wie auch von den sich inihrer Stadt wieder einrichtenden und allmählich das „normale“ Lebenwieder entdeckenden Hannoveranern aneinander montiert. So wird das„Mosaik“ in doppeltem Sinne zusammengesetzt: In der Realität ergänzensich wiederaufgebautes Altes und zukunftsweisendes Neues, das filmischeMosaik der verschiedenen Impressionen vermittelt die gelungeneHarmonie: Man muss sich nur zusammensetzen.

4. DIE KUNST GEHT AUF DIE STRASSE (1970)
Der Filmdokumentiert auf unterhaltsame Weise den Beginn des hannoverschenStraßenkunstprogramms. Interviews mit dem damaligen OberstadtdirektorMartin Neuffer, mit beteiligten Künstlern und mit Passanten vermittelnHintergründe, Einblicke in die Intentionen der Künstler und dieReaktion der Hannoveraner. Zeitkolorit, insbesondere dieAufbruchstimmung der frühen siebziger Jahre wird deutlich, wenn dieKünstler bei der Arbeit und das Publikum bei der "Aneignung" derKunstwerke gezeigt werden. Eingebunden ist auch das erste Altstadtfest,bei dem verschiedene Künstler und Kunstwerke präsentiert werden.

www.apollokino.de


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