Linden zu Fuß

Linden

Projekte des
Freizeitheims Linden

Das Freizeitheim Linden erhielt an lässlich des 25jährigen Bestehens im Januar 1986 die "Auszeichnung für soziale Kulturarbeit" von der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V., die erstmalig für Stadtteil orientierte und Zielgruppenbewusste Arbeit zur Entwicklung demokratischer Kultur und Projekte zur Aufarbeitung der lokalen Geschichte des Stadtteils verliehen wurde.

Freizeitheim Linden

Arbeiterwohnküche im Freizeitheim Linden
Wie die Menschen früher gelebt haben

Anni Röttger

Zu den bekanntesten Dauerausstellungen des Freizeitheims gehört zweifellos die Arbeiterwohnküche im Untergeschoss. Hier wird die Frage zum Anfassen beantwortet, wie die Menschen in unserem Stadtteil in den zwanziger Jahren gelebt haben. Was Kinder unserer Zeit dabei empfinden, lässt sich im umfangreichen Gästebuch nachlesen: "Ich fand die alte Küche sehr interessant. Das Geschirr war aus Porzellan, ich fand das schön." "Die Küche ist interessant und schön, das Waschen war sehr schwer." "Besonders interessant fand ich das Waschbrett und das Rasier-Set, die Lockenwickler." Und dazu viele herzliche Worte des Dankes an Anni Röttger, die "Mutter" der Arbeiterwohnküche.

Die Idee kam bei einer Fahrt nach Hamburg 1983. In der damaligen Kampnagelfabrik wurde die Ausstellung "Arbeiterkultur in Hamburg um 1930" gezeigt. "Eine richtige Arbeiterwohnküche, wie sie wirklich ausgesehen hat - das brauchen wir im Freizeitheim", meinte Anni zu ihrem Mann Fritz Röttger, unserem unvergessenen Lindener Butjer. Und "Wenn wir nach Hause kommen, fange ich an und baue eine Arbeiterwohnküche auf." Und die sollte so sein, wie es Anni in ihrer Kindheit in der Mathildenstraße selbst erlebt hat. Dann begann eine lange und mühsame Kleinarbeit; Umfragen, wer noch Gegenstände aus jener Zeit besaß. "Alles original aus den Jahren zwischen 1920 und 1930. Manchmal war ich tagelang für ein einziges Stück unterwegs." Es freut Anni Röttger im nachhinein. Ihr schönster Lohn: der Besuch von Gruppen, vor allem Schulklassen. "Die sind ganz verzaubert. Die Kindermeinen dann, ich sei ihre Oma."


Kinderführer für den Nachwuchs
"Kids in Linden"

Kids in Linden

Trotz hoher Qualität bei Inhalt und Gestaltung für 5 DM zu erwerben: der Stadtteilführer, der Kindern auch mitteilt, wo es bestes Pommes gibt, wo man Kaninchen streicheln kann oder wo die schönsten Spielplätze versteckt sind. Es werden Ausflüge, Radtouren und Spaziergänge durch Linden vorgeschlagen, auf denen man Interessantes sehen kann. Auch manches, was auf den ersten Blick vielleicht nicht als besonders "kinderattraktiv" erscheint, wie z.B. die Sternwarte, der Lindener Bergfriedhof oder der Lindener Hafen, wird so vorgestellt, dass es für Kinder einen besonderen Reiz gewinnt.
"Dieser Kinderführer wurde nicht von Profi-Autoren gemacht, sondern ist ein Gemeinschaftswerk Lindener Schulklassen, Jugendgruppen und Initiativen, die sich mit eigenen Texten beteiligt oder in gemeinsamen Projekten mit dem Freizeitheim Linden die Beiträge erarbeitet haben.
Alles, was in dieser Broschüre zu lesen ist, wurde von Kindern selbstgetestet, erarbeitet oder vorgeschlagen. Die meisten Texte sind von Schülern selbstverfasst, die Bilder selbstgemacht. Auch das Titelblatt ist ein Schülerentwurf."
Das sagte Ulrike Knoch-Ehlers, im Freizeitheim Linden für Kinder-Kulturarbeit zuständig und Redakteurin des Stadtteilführers. Und sie verspricht, dass da mancher Knüller verborgen ist: z.B. das Kennenlernen der Fösse in Gummistiefeln und was man dort alles findet. Sportangebote für Kids, Umweltgruppen, in denen auch Grundschulkinder mitmachen können.


Vereinsbuch Linden/Limmer 1992

Jetzt ist es da und für 10 DM zu erwerben: das Buch mit der umfassenden Dokumentation des vielfältigen Vereinslebens im Stadtteil. Mehr als 170 Vereine, Verbände und Initiativen stellen sich vor. Eine Co-Produktion von FAUST e.V. (Jonny Peter) und Freizeitheim Linden (Hans-Jörg Hennecke).

2 Jahre nach dem überaus erfolgreichen LINDENER STATTBUCH gibt es nun das VEREINSBUCH LINDEN/ LIMMER. Das Stattbuch stellte die soziokulturelle Szene, die alternativen und neuen Vereine in Linden dar; das Vereinsbuch möchte alle Vereine, die neuen wie die traditionellen, präsentieren.

Sinn und Zweck dieses Buches sollen sein:

- Dokumentation des vielfältigen Vereinslebens im Stadtteil.

Die Vereine sind unersetzbare Kulturträger. Sie leisten enorme Arbeit im sozialen oder kulturellen Bereich vor Ort, beleben den Stadtteil durch ihre Aktivitäten und bieten umfangreiche Integrationsarbeit durch ihre Angebote und Mitwirkungsmöglichkeiten. - Spiegel der Zeit, denn viele der Vereine widmen sich gerade den jetzt aktuellen Problemen. An den jeweiligen Inhalten der Arbeit kann man ablesen, wo gerade der Schuh drückt (z.B. Expo, Verkehr, Wohnen) bzw. an welcher Arbeit gerade Interesse besteht (z.B. Kultur).

- Informationsmöglichkeit:

Durch die kompakte Darstellung ist es eine Informationsquelle sowohl für Zugezogene als auch für Eingesessene, die sich vielleicht aktiv beteiligen möchten oder auf Beratungsmöglichkeiten und Hilfen angewiesen sind.

- Versuch der Annährung:

Es gibt verschiedene "Kulturen" im Stadtteil, die z.B. stark voneinanderabgegrenzt waren oder sind. Vielleicht gibt dieses Buch einen weiteren "Schub" in Richtung "grenzüberschreitende" Kontakte und Zusammenarbeit. Realistischerweise ist dies in vielen Bereichen allerdings Illusion, da die inhaltlichen oder politischen Positionen eindeutig zu unterschiedlich sind. Wenigstens ein Versuch der Zurrkenntnisnahme sollte jedoch möglich sein.

Gliederung des Buches:
Das Vereinsbuch ist in die Themenbereiche: Politik, Kultur, Sport, Soziales/Wohnen, Umwelt und Verkehr, AusländerInnen, Kinder, Jugendliche, Frauen, alte Menschen, Kirchen, Service unterteilt Die jeweiligen Themenbereiche werden mit einleitenden Texten von Experten aus dem Stadtteil begonnen. Am Ende der Kapitel sind Adressen aufgeführt, die mit dem Thema in Zusammenhang stehen: z.B. Anschriften von Projekten, die wir nicht ausführlich darstellen konnten, oder Kontakte außerhalb Lindens.
Zum Serviceteil am Ende des Buches gehört auch das Register, das ein schnelles Auffinden des gesuchten Vereins weiter erleichtern soll.