Linden zu Fuß
Jugendheim am Lindener Berg
1913 kaufte der Bettenfabrikant Werner das Gebäude und schenkte es der Stadt Linden für die "national gesinnte" Jugend. Es war der erste Jugendtreffpunkt in Linden (auch Hannover hatte noch keinen). Nach dem ersten Weltkrieg wurde das Jugendheim vor allem zum Treffpunkt der Sozialistischen Arbeiterjugend. Der spätere IG-Meta1l- Vorsitzende Otto Brenner leitete hier das Kabarett "Rote Ratten". Ab 1931 nutzte die Stadt das Haus für arbeitslose Jugendliche. 1933 übernahm die NSDAP das Haus und stellte es der Hitlerjugend zur Verfügung. 1946 waren Gruppen der "Falken" im Haus. Gewerkschaftsjugend und Sportjugend kamen hinzu. Zeitweilig wurden Teile des Gebäudes zum Kindergarten.
Inzwischen hat sich das Bild geändert. Geprägt wird das Haus nun vor allem durch den Jazz-Club und das Mittwoch-Theater, zwei Einrichtungen, die das Haus über Hannover hinaus bekannt gemacht haben.
Außerdem wird das Haus von den Naturfreunden und den Fußballern von Linden 07 genutzt.
Die Volkssternwarte
ist direkt gegenüber beim Wasserbehälter zu finden. Hier kann man den Mond aus Lindener Sicht betrachten (siehe Foto). Auch Kurse in Astronomie werden angeboten.
Diese Mondfotografie ist eine der ersten Beobachtungen, die mit dem neuen 20 cm Refraktor gemacht wurde. Die Aufnahme demonstriert eindrucksvoll die hohe optische Qualität des Instruments.
Aufnahme: Volkssternwarte Hannover - P. Janke
Das alte Dorf Linden
Geht man die Straße hinunter in Richtung IGS und Martinskirche, fallen einige interessante ältere Häuser auf. Die ältesten stammen noch aus dem alten Dorf Linden, das hier seinen Ursprung hatte. Es war rein landwirtschaftlich ausgerichtet.
Martinskirche
Sie war Dorfzentrum (erste geschieht liehe Erwähnung 1285). Der historische Bau wurde mehrfach zerstört: im 30jährigen Krieg und im 2. Weltkrieg.
Gegenüber an der Hauswand ist ein besonders schönes Lindener Wappen zu sehen: die Linde mit dem Löwen auf blau weißem Grund.
