Butjer Route

Linden
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Von-Alten-Garten

Vor uns liegt nun der Von-Alten-Garten. Sein Name erinnert an die früheren Besitzer: die Familie von Alten. Der älteste bekannte Vertreter dieses Namens war Ritter Brüning von Alten. Jahrhunderte beherrschte die Familie Linden, besaß ausgedehnte Grundstücke, betrieb Landwirtschaft, Fischerei und Handwerk. Zudem waren die Lindener der Familie von Alten den Zehnten an Korn und Fleisch schuldig, dazu Hand- und Spanndienste (meist 30 Tage im Jahr). Hundeloch Auch die sogenannte niedere Gerichtsbarkeit lag bei der Familie von Alten. Im Von-Alten-Garten erinnern daran noch die Reste eines Gefängnisses, von der Bevölkerung schlicht Hundeloch genannt. 1688 wurde der Besitz an den Grafen von Platen-Hallermund verpfändet (die von Altens erhielten ihren Besitz erst nach langwierigen Prozessen 1816 zurück). Der Graf erwarb zusätzliche Ländereien und ließ im Von-Alten-Garten ein Schloß errichten, das im Frühjahr 1945 durch einen Luftangriff vollständig zerstört wurde. Graf von Platen begann unter anderem Leinenweberei und ließ für die angeworbenen Arbeitskräfte die Weberstraße bauen. Brüningstein Wenn wir den Von-Alten-Garten durchquert haben und das Eingangsportal an der Posthornstraße passieren, sehen wir auf der linken Seite den Brüning-Stein. Er erinnert an die Ermordung des Ritter Brüning 1413. Gegenüber liegt Linden-Süd, mit Charlottenstraße, Ahrberg-Viertel und Deisterplatz, was einen speziellen Spaziergang lohnt. Wir wenden uns nun nach links und erreichen an der Post (das frühere architektonisch beeindruckende Postgebäude wurde im 2. Weltkrieg zerstört) die Grenze von Linden-Süd zu Linden-Mitte. Vergleichbar ist später die Grenze zu Linden-Nord an der Fössestraße. Es gibt hier tatsächlich unsichtbare Barrieren für das Leben in den drei Lindener Teilen.

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