Butjer Route

Lindener Bergfriedhof
Unser Spaziergang beginnt auf dem Lindener Berg. Am Eingang des Bergfriedhofs.
Als Friedhof ist er ein Stück abgeschlossener Lindener Geschichte, Beisetzungen gibt es
hier seit 1965 nicht mehr (amtlich: Belegungen finden nicht mehr statt). Ein Rundgang über den Bergfriedhof zeigt uns mit zum Teil imposanten Grabmälern ein Stück Lindener Familien-Geschichte. Auch botanisch gibt es im Frühling/Sommer ein reichhaltiges Angebot an Blütenduft für den Spaziergänger. Besonders hervorzuheben ist die Scillablüte Ende März die den ganzen Friedhof in sattem Blau erstrahlen lässt.
Auffallend ist der Pavillon, der 1914 vom Küchengarten (Pavillonstraße!) hierher verlegt wurde. Nach dem 1. Weltkrieg diente er als Gedenkstätte für die Kriegsopfer (natürlich nur die deutschen). Zwischenzeitlich hatten hier Künstler ihr Atelier und heute ist er zentrale Anlaufstelle am Lindener Berg, betrieben vom Verein Quartier e.V..
Wir sind hier übrigens 89 Meter über Normal-Null, was die Kleingärtner veranlaßte, eine Kolonie auf den Namen Lindener Alpen zu taufen. Die Höhe war mal einsame Spitze für ganz Hannover. Dann wurde der Kronsberg eingemeindet, aber der hielt seinen Rang nicht lange. Moderne Berge sind höher: die Mülldeponie in Altwarmbüchen mißt stolze 120 Meter.
Hier ist Linden einmal hinter Hannover zurück. Sie werden es uns verzeihen.
