Faustgelände
Wer schon einmal eine Veranstaltung auf dem FAUST-Gelände besucht hat, der wird sich vielleicht über die dortigen Gebäudenamen gewundert haben: Bettfedernfabrik, Warenannahme oder 60er Jahre-Halle. Das klingt so gar nicht nach Musik, Kunst und Literatur - das klingt nach Maloche, Schweiß und altem Gebälk. Diese Namen sind eine Reminiszenz an die Geschichte des FAUST-Komplexes: Tatsächlich ist es auch noch nicht lang her, dass dort Arbeiter ihr Brot verdienten, war doch bis 1990 die Bettfedernfabrik Werner & Ehlers hier ansässig.
die bettfedernfabrik werner & ehlers
Das Unternehmen blickte zurück auf eine Tradition, die 1861 in Hannover-List ihren Anfang nahm. Unter der Leitung des Kaufmanns Wilhelm Werner wurden Rohfedern gereinigt, sortiert und zu Bettfedern aufbereitet. Schon 1862 erstand Werner ein größeres Grundstück an der Kirchwender Straße. Er verlegte seine Firma dorthin und arbeitete fortan mit dem Kaufmann Johann Ehlers zusammen. Dieser starb bald darauf, so dass Werner das rasch expandierende Unternehmen bis 1875 allein weiterführen musste. Sein Neffe August Werner verlagerte es schließlich 1890 nach Linden an das Leineufer.



